0 Never Ending Story



Die Buchbranche und ihre Darstellung in den Medien wird derzeit vom Amazon-Bashing beherrscht. Amazon ist Schuld an allem. Am Niedergang der kleinen schnuckeligen Buchhandlung um die Ecke, am Hartz IV-Antrag des Zwischenhändlers, dem Verlust von Einfluss und Macht der bisher ach so humanen großen Verlagsketten und am Niedergang der Lese-Kultur im Allgemeinen. Kann man das auch anders sehen? Man kann ... .

Von Peter Killert.

Wenn Günther Wallraff die sozialen Zustände beim Konzern Amazon anprangert und wie so oft der Gesellschaft vor Augen hält, dass die Geizheilheit wieder keinen Halt vor der Menschenwürde gemacht hat (ganz schlimm ist es zur Weihnachtszeit, der Zeit der Nächstenliebe und des logistischen Overkills), dann glaube ich ihm das. Wenn Menschen allein aus diesem Grund Amazon konsequent boykottieren und nicht zeitgleich ihr Smartphone von Hersteller X, Sportschuhe von Y und Kaffeepadmaschine von Z verwenden, dann haben diese Menschen meine Hochachtung. Und diesen konsequenten Idealisten, Veganer, Fahrradfahrer und passionierten Mülltrenner gibt es. In aller Konsequenz gibt es ihn - Einen unter einer Million. Alle anderen sind Heuchler. Ich bin kein Heuchler. Weil ich Amazon nicht boykottiere.

Ich glaube nicht an das Märchen, dass es einen Bösen gibt und der Rest der Welt besteht aus Idealisten, die nur das Beste wollen und schon immer wollten. Ich glaube nicht, dass bei anderen Versandhäusern bisher Mindestlöhne oder mehr gezahlt wurden. Ich glaube, dass jedes Unternehmen aggressiv und menschenverachtend auf Profit ausgerichtet ist. Es mag Ausnahmen geben. Die sind so lobenswert wie die Boykotteure - aber sie sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

Und eine Sache glaube ich schon mal gar nicht. Amazon ist nicht Auslöser eines gigantischen Paradigmenwechsel. Sie sind Nutznießer dieser Entwicklung und Vorreiter, weil sie eine zwangsläufige Entwicklung nicht nur nicht künstlich zurückhalten wollen, sondern diese sogar noch beschleunigen.

2009 bis 2010 wurden in Deutschland 1,5 Millionen eBooks verkauft. Für die Jahre 2014 bis 2015 werden es ca. 60 Millionen sein (Quelle). Jeder dritte Deutsche im lesefähigen Alter wird dann statistisch gesehen im Jahr ein eBook gekauft haben. Ich kann mich an Aussagen aus 2009 erinnern, wo „Fachleute“ von einem eBook-Anteil von unter 20% bis zum Jahr 2020 ausgegangen sind. (finde leider keinen Beleg für diese Aussage) - die aktuelle Entwicklung weitergedacht wäre selbst eine Invertierung dieser 20% auf 80% noch zu verhalten geschätzt. 2020 werden sie nur noch Menschen mit mobilen Devices sehen. Diese Devices werden auch zum Lesen benutzt. Sehen sie 2020 im Park einen Menschen, der ein Buch liest, dann ist dieser Mensch ein Exot.

Das Argument, dass die Screens von Tablets und eBook-Readern nicht den Lesekomfort wie ein Buch bieten würden, ist obsolet. Dank hochauflösender Displays, die sich innerhalb weniger Monate zum Standard entwickelt haben. Und als mir neulich ein Verlag ein Buch, ein dickes gebundenes Buch zur Rezension geschickt hat, hat mich das richtig genervt. Wo schreibe ich meine Notizen hin? Wie soll ich dieses Buch mitschleppen? Wo kann ich eine Stelle per Volltextsuche wiederfinden und per Copy/Paste an Wikipedia verweisen? Geht nicht. Noch bin ich nicht so weit, dass ich die Rezension gänzlich aufgegeben habe. Aber ich war nahe dran. Kein herkömmliches Buch wird mich je wieder auf eine Reise begleiten. Und ich werde nie wieder etwas auf Papier publizieren. Der Paradigmenwechel, der Austausch des Mediums ist in mir schon komplett vollzogen. Wie mag das bei Menschen sein, die jünger sind? Die Geschwindigkeit, mit der dieser Paradigmenwechsel erfolgt, ist enorm. Und sie wird nach wie vor unterschätzt.

Das Ergebnis eines künstlichen Aufrechterhaltens von profitablen Strukturen erkennen sie, wenn sie die Preise vergleichen. Manchmal ist es so, dass ein eBook genauso viel kostet, wie das gedruckte Buch. Und wer profitiert davon? Der Leser? Sicher nicht. Der muss genauso viel zahlen. Das Argument, dass auch ein eBook ein Lektorat und Marketing benötigt, ist zu kurz gedacht. Fragen sie doch mal in einem Verlag nach, wie die Löhne bei Lektoren gestiegen sind. Gar nicht? Aha. OK, weil die Verlage weniger Umsatz machen? Stimmt nicht. Die Aktionäre und die Manager in den oberen Etagen der alles kontrolierenden Verlagsgruppen wie Barnes and Nobles, Randomhouse (Bertelsmann) verdienen ohne Ende und greifen immer wieder nach den etablierten Buchhändlern - Bertelsmann strebt schon lange eine Kooperation mit Thalia oder der Mayerschen Buchhandlung an. Teilweise ist diese Kooperation bereits in trockenen Tüchern. (Quelle). Daran gehen die kleinen unabhängigen Buchhandlungen kaputt und eben nicht nur an Amazon. Und bevor Amazon aus dem Hintergrund heraus immer mächtiger wurde, waren auch genau diese Riesen die größten Feinde der unabhängigen Buchhändler. Wie schnell sich doch die Feindbilder ändern, wenn sich eine Branche auf einen Bösen einschiesst. Ich würde fast so weit gehen zu sagen, dass etablierte Buchläden diesen Braten längst gerochen haben.

Von dem Profit, der sich aus den völlig überhöhten eBook Preisen ergibt, kommt bei den Autoren erst recht nichts an. Weil das Spiel seit Jahren so läuft. Echte Macher, Programmverantwortliche eines Verlages, werden gefeuert. Da kann das Programm, die Substanz noch so gut sein - der Profit ist entscheidend. Solche Instanzen, die Chefmanager in den großen Verlagskonsortien als Hüter der Lesekultur zu sehen ist schon gar nicht mehr naiv. Es ist schlicht Blödsinn. Wer es nicht glaubt - bitte hier nachlesen.

Es wird sein, wie mit den Schallplatten. Läden, die sich spezialisieren, werden die Vinyl-Liebhaber für Jahrzehnte als Kunden haben. Die Argumente, die für Vinyl sprechen, sind unerheblich. Ich kann jeden verstehen, der Schallplattem sammelt und sich auch über aktuelle Neuerscheinungen auf Vinyl freut. Es ist ein Zeichen des guten Geschmacks. Dennoch ist das Vinyl schon lange nicht mehr das Medium erster Wahl für Tonträger. Bei den Schriftträgern ist dieser Umbruch in vollem Gange. Bücher wird es immer auch in Papierform geben. Aber allein schon das Wort "Papier" der „Form“ voranstellen zu müssen, stellt das Medium in eine Nische. Das ist eine Entwicklung, die sich nicht aufhalten lässt. Ob der Dämon, der diese Kultur überollt Amazon oder Apple oder Google oder sonstwie heißt.

Man kann also weiter herumreden. Meine Auffassung zum eBook an sich habe ich bereits kundgetan. Halten wir die Fakten fest:

  • Der Umsatz mit eBooks in Deutschland hat sich innerhalb von fünf Jahren um das 60fache erhöht.
  • Die großen Verlagshäuser und Buchhandelsketten fangen jetzt erst damit an, ihre Strategie darauf auszurichten. Fakt ist, dass es tatsächlich nur einen alternativen vom Buchhandel subventionierten eBook-Reader in Konkurrenz zum Kindle gibt  (nannte sich früher OYO, heißt heute Tolino).
  • Fakt ist ferner, dass durch die Aufrechterhaltung der Buchpreisbindung auch bei eBooks nichts bei Autoren, Lesern oder den Mitarbeitern im etablierten Buchhandel ankommt. Der Profit geht in die übergeordneten Großkonzerne, die genauso stark sind, wie Amazon.
  • Fakt ist, dass Amazon eine Publishing-Plattform anbietet, die etablierte Verlage in ihrer Nachhaltigkeit noch nicht mal ansatzweise begreifen. Die glauben tatsächlich immer noch, dass ihr Auswahlverfahren, ihr Lektorat, ihr Marketing noch gebraucht wird und Garant von Qualität ist.  Wie damals, als die Brockhaus Redaktion die Menschen von Wikipedia kleinreden wollten. Es gibt aber keine Menschen, die allein aufgrund von etablierten Strukturen die Weisheit mit Löffeln gefressen hätten- Darin sehe ich ganz persönlich das größte Problem überhaupt. Wenn Amazon sich mit dem nächsten Schritt, dem KDP-Select (eine Flatrate von 10$ im Monaten zum Lesen beliebig vieler Bücher der eigenen Publishing-Plattform) etabliert, dann besteht tatsächlich eine Gefahr für die Kultur. Denn dann steht nur noch der Leser im Fokus und die Autoren müssen ihre Werke zu Ramschpreisen anbieten. Eine mögliche Lösung dafür wäre eine Kultur-Flatrate (ich höre den Aufschrei des kritischen Lesers bei diesem Wort). Dazu aber gibt es eigenen Essay.

Um abschließend noch mal eines klarzustellen: ich mache hier keine Werbung für Amazon. Amazon als profitgeiler Konzern, der Menschen ausbeutet, ist widerwärtig. Ich bin auch kein Zyniker, der Idealisten, die diese Zustände verändern wollen, durch den Kakao zieht. Idealisten - und nur Idealisten - verändern die Welt zum Positiven. Ich plädiere lediglich dafür, wieder mehr den Tatsachen ins Auge zu sehen, die Dinge anzupacken, die vor Jahren hätten angepackt werden müssen und mit dem Gejammer aufzuhören, dass der Teufel Amazon die traditionelle Buchkultur kaputtmacht. An jeder Art von Veränderung werden die profitieren, die skrupellos sind. Das war so und das wird immer so sein. Die Frage ist nur, warum diese never ending story immer wieder neu erzählt werden muss und Menschen sie erst am Ende begreifen. Wenn es zu spät ist. Nicht zu spät im Sinne von Weltuntergang, aber zu spät im Sinne von „hätte ich doch mal … als noch Zeit war …“. Die Moral der never ending story: Menschen werden nie aus Schaden klug, sondern immer erst hinterher. Wenn die Geschichte schon erzählt ist. Erzählt hat sie immer ein anderer. Warum bin ich nicht der Erzähler?
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0 Shadows Of The Ones We Love



In den 70er Jahren bekam die elektronische Musik ihre besondere Ästhetik. Federführend hierbei die Menschmaschinen von Kraftwerk. In den 80er Jahren ging eine Schere auseinander - Pop und Darkwave. Mittendrin Bands wie Depeche Mode als Konstante. Das setzte sich den 90er und den 00er Jahren fort. Niedliche Tanzbarkeit oder Letargie die Leitmotive, irgendwo zwischen Pet Shop Boys und Anne Clarke. Jetzt greifen „hearhere“ mit ihrem Debüt den Weltschmerz wieder auf und liefern eine neue Interpretation elektronischer Musik. 

Von Peter Killert.

„Weltschmerz“ ist sicher eine abgedroschene Vokabel. Aber der Wunsch der Jugend, sich in ersten existenziellen Gedanken und Zweifeln auszudrücken ist in jeder Generation präsent. Die dunklen Augen und Klamotten der Grufties und Waver der 90er Jahre finden sich heute bei den Emos. Was als individuelle Ausgrenzung dient, ist dennoch eine Art kollektive Depression. Was passiert aber, wenn solche Menschen erwachsen werden? Was, wenn aus Zweifeln ein künstlerischer Anspruch erwächst? Was, wenn man die elektronische Musik neu erfinden und Worte für den Weltschmerz finden möchte? Alles schon mal gehört? Alles schon mal gesagt? Mitnichten.

„hearhere“ haben genau das versucht. Ihr Debüt „Shadows Of The Ones We Love“ greift sich das Beste aus Synthiepop, Industrial und Darkwave auf musikalischer Ebene. Textlich bringt Crystin Fawn die Gedanken und Zweifel einer Generation auf den Punkt. Wir sind nur die Schatten derjenigen, die wir lieben. Wir alle wollen eine Vorstellung erfüllen, flexibel sein, die Möglichkeiten als Möglichkeiten erhalten. Und vergessen dabei, konkrete Wege zu gehen.

Diese Komplexität unserer Zeit spiegelt sich im Titelsong, der erst nach etlichen Durchläufen eingängig wird. Zuvor poppige Eintracht. „Do I Have a Flower in my hair or what?“ im Song „Flowers“ - die Stimme der Sängerin erinnert hier ein wenig an „Propaganda“ bei ihrem kaum beachteten Comeback im Jahr 1990. Dann so etwas wie normative Romantik in „The Essential Thing“. Das ist natürlich die Liebe. „The centre of our life should be the love inside“. Das kommt dann textlich Anne Clarke schon sehr nahe. Texte mit melancholischer Substanz.

Da stellt sich die Frage, was die Liebe außerhalb von uns sein mag? Das führt dann unweigerlich zu depressiven Einschüben wie im Song „Anytime“ - das sind Songs, die klarer Hinweis darauf sind, dass „hearhere“ niemals das große Publikum erreichen werden. Es sei denn, die Masse hätte Hermann Hesse gelesen und interpretiert „You could go anytime“ als den beständigen Ausweg, der jedem Menschen jederzeit offensteht - der Steppenwolf zog seine Kraft aus diesem Ausweg. Es macht einfach Sinn, an einen Sinn zu glauben. Eine Alternative gibt es nicht wirklich. „For trying to go on, longing for the sun.“

Wenn eine Band mit vornehmlich elektronischen Mitteln Musik machen möchte, dann hat sie das Problem, dass sie nicht allzu bemüht klingen darf. Das haben „hearhere“ geschickt mit einer guten Mischung aus eingängigen Songs und mehreren Aufforderungen zum Wiederhören umgangen. „Rain“ oder „New Heart“ - meine persönlichen Highlights neben dem Titelsong - sind dafür gemacht, sie immer wieder zu hören. Fenster öffnen, ein Gewitter kündigt sich an. Die Sonne weicht den Schatten. „hearhere“ erfinden die elektronische Musik nicht. Sie interpretieren sie neu.



www.hearhere.de




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0 Brot und Spiele - Warum der Fußball Identität erschafft



Im Jahr 2004, exakt 50 Jahre nach dem Gewinn der ersten deutschen Fußballweltmeisterschaft in Bern, erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Leitartikel über die historische Bedeutung dieses Ereignisses. Die Deutschen waren und sind sich einig: diese Weltmeisterschaft war wichtiger, als die Einführung des Grundgesetzes, die Währungsreform oder der Mauerfall. 2014 fiebert nun ganz Deutschland einem weiteren Titel entgegen. Am anderen Ende der Welt vertreten 23 Spieler und ein Trainerteam eine Nation, die wie kaum eine andere ihre Identität über das runde Leder definiert.

Von Peter Killert.

Deswegen gibt es quasi 80 Millionen Bundestrainer, die sich über die Position eines Schlüsselspielers wie Philipp Lahm echauffieren. Deswegen glauben wir alle, mitreden zu wollen. Fußball ist nicht sinnstiftend - Fußball schafft Identität. Besonders in Deutschland.

Es ist ohne Frage besser, wenn sich Nationen auf dem Rasen bekämpfen und ihren Stellenwert durch das Nachjagen hinter einen Lederball unter Beweis stellen. Denn es ist erst etwas mehr als siebzig Jahre her, wo dies auf den Schlachtfeldern ausgetragen wurde. Die Erbfeindschaft zwischen Frankreich und Deutschland gibt es nicht mehr. Auf England und Deutschland wartet irgendwann bei den kommenden Turnieren wieder ein Elfmeterschießen.

Das Fußballfeld also hat das Schlachtfeld ersetzt. Und dafür gibt es einen einfachen Grund: Fußball ist deswegen identitätsstiftend, weil es Emotionen binden und äußern kann. Emotionen wiederum sind - bei unterschiedlicher Kultur und Sprache der Nationen über verschiedene Kontinente hinweg - eine universelle Sprache. Die stärksten Emotionen entstehen durch Gewinn und Verlust. Ein zyklischer Prozess, der für die Erneuerung von Identität unerlässlich ist. Alle vier Jahre wird dieser Zyklus neu initiiert - und er ist für einige Wochen allgegenwärtig. Das Fußballspiel und seine Stadien sind die Container einer primitivsten, aber alles vereinenden Kommunikation in Form von Emotionen. Das Gefühl des Verlierens, das Gefühl des Gewinnens, des Glück-Habens, des Betrogenseins vom Schiedsrichter - das Fußballspiel impliziert die einfachen Facetten von tiefer Emotion.

Es gibt nur eine Sache, außer dem Spiel, was dies ebenfalls leisten kann: der Kampf auf Leben und Tod. Brot und Spiele und den Gladiatoren zusehen. Oder einen Krieg erleben. Beim Fußball geht es nicht um Leben und Tod. In vier Jahren kann eine Nation wieder auferstehen. Das Blut, die Endgültigkeit, wurde durch den Vier-Jahres-Zyklus der Fußballweltmeisterschaften ersetzt.

Die im Vergleich zum Krieg und Gladiatorenkämpfen nicht existenzielle Komponente des Fußballspiels hat noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: anstatt die Schlachtfelder von blutigen Leibern zu befreien und Geld für Waffen auszugeben, wird in Infrastruktur investiert. Und in die Tempel der Emotionen, den Fußballstadien.

Dass dies zu Lasten von ausgebeuteten Menschen und den Verlierern einer Gesellschaft passiert, kann jedoch nicht dem Fußball angelastet werden. Das passiert sowieso täglich. Menschen in Asien werden in Textilfabriken ausgebeutet, nebenan werden von ausgebeuteten Arbeitern Smartphones zusammengesetzt, hierzulande bedeutet einmal Hartz IV, immer Hartz IV. Und ob die Menschen in den Favelas in Rio einen besonderen Nutzen von der Fußball WM haben werden - eben auch nach dem 13. Juli - ist mehr als fragwürdig.

Im Gegensatz zu anderen Ungerechtigkeiten hat der Fußball jedoch eben genau diese übergeordnete Ebene, in der sich der Rest der Welt tatsächlich vereint wiederfinden kann. Der Gegensatz zwischen dieser Ebene und der Realität lässt sich darauf zurückführen, dass wir eigentlich noch am Anfang der Globalisierung stehen. Die gemeinsame Sprache kennt noch keine Worte, eben nur Emotionen. Sie braucht aber Worte, um sich definieren und damit ändern zu können. Oder anders formuliert: ein Fußballspiel hat global gültige Regeln - die Globalisierung bisher nicht. Der Prozess der Betrachtung einer Notwendigkeit solcher Regeln ist im vollen Gange. Dabei helfen natürlich auch die Nachrichten aus dem Nicht-Fußball Kontext rund um Brasilien. Frei nach dem großen Philosophen Henri Bergson: „Bewusstsein von Etwas zu haben heißt, dieses Etwas in Kenntnis des Vergangenen zu betrachten.“

Die viel belächelten Parolen von UEFA und FIFA haben so wirklich einen tieferen Sinn. Und wer „No To Racism“ belächelt, darf trotzdem konstatieren: Schaden tut es nicht, normative Ansprüche vom Kapitän einer Nationalmannschaft zu hören. Wir müssen wenigstens den Anspruch formulieren, in einer Welt ohne rassistischer oder sozialer Unterdrückung leben zu wollen. Die UEFA beispielsweise beendet eine Werbepause in der Champions-League immer mit einem passenden Spot zu diesem Thema und zwingt Fernsehanstalten in ganz Europa dazu, auf ein bis zwei Minuten lukrativster Werbezeit zu verzichten. Denken wir weiter: Der Schritt, die FIFA von ihrem zwielichtigen Patriarchat zu befreien, ist zwangsläufig. Worte werden immer von Taten begleitet. Es dauert nur manchmal etwas.

Wer auch immer in das Finale einziehen wird und am 13. Juli 2014 den Weltpokal in den Himmel von Rio de Jainero halten wird - die Welt hat wieder ein bisschen mehr Identität gewonnen. Und ein bisschen mehr Bewusstsein dafür, dass es nicht allein auf Brot und Spiele ankommt. Denn selbst wenn wir Deutschen nicht gewinnen sollten - in Kenntnis vergangener Bilder über die Freude von Menschen aus Costa Rica, Algerien oder Kolumbien, die stolz sind, obwohl sie verloren haben, erhalten wir Couchpotatoes und Rudelgucker eine Ahnung von dem, was uns Menschen vereint.



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0 The Hooded Man



Wer Anfang oder Mitte der 80er Jahre Kind war, der wird sich an diese Serie sicher dunkel erinnern. Es ist dann wie so oft mit Dingen, die das Hirn schon gelöscht hatte und die dann plötzlich wieder zurückkommen. Das ist mehr als nur eine Erinnerung. Es ist das erneute Empfinden von einer Zeit, einer Atmosphäre.


Von Peter Killert.

So geht es mir, wenn ich diese Serie anschaue. "Robin Hood - The Hooded Man" im Original, mit den Drehbüchern des legendären Richard Carpenter. Bis heute eine der vielleicht besten Interpretationen der Legende von Robin Hood.

Drei Staffeln wurden zwischen 1983 und 1985 produziert. Am Ende der zweiten Staffeln stirbt Robin von Loxley, gespielt von Michael Praed, den Heldentod. Michael Praed liess sich aus der Serie herausschreiben, um beim "Denver Clan" Karriere zu machen - leider die falsche Entscheidung. Ersetzt wird er durch Robert von Huntington, gespielt von Jason Connery, dem Sohn der James Bond Legende. Er fügt sich als neuer Robin Hood und neuer Anführer einer Gruppe Gesetzloser im Sherwood Forrest nahtlos in die geniale Atmosphäre der Serie ein.

Technisch mögen die DVDs für anspruchsvolle Zuschauer vermutlich eher enttäuschend sein. Ich hingegen empfinde das Beibehalten des ursprünglichen Formates nur konsequent und keineswegs abträglich - im Gegenteil. Ein nostalgischer Stoff, vorzüglich inszeniert, braucht keine nachträglichen Spezialeffekte. So unterscheidet sich diese Serie von anderen Kultserien wie "StarTrek", deren Original digital neu abgetasted und remastered wurde.

Robin Hood wurde nicht wirklich bearbeitet. Einen modernen Fernseher muss man auf das 4:3 Format umstellen. Einziges zusätzliches Feature sind Szenen, die in der synchronisierten Fassung im deutschen Fernsehen nicht zu sehen waren. Diese wurden hier eingefügt und mit deutschen Untertiteln versehen. So kann es mitten in einer Folge passieren, das plötzlich die Sprache wechselt. Es gibt die Serie in zahlreichen Formaten. Wer nur ein bisschen Nostalgie ins Wohnzimmer holen möchte, kauft nur eine Staffel - es gibt aber auch einen DVD Box mit allen Folgen auf 10 Silberscheiben.

Die Handlungsabläufe dieser Serie sind natürlich vorhersehbar. Die dramaturgischen Ansprüche an Fernsehserien haben sich in den letzten 30 Jahren doch erheblich verändert. Es ist beinahe niedlich, wenn die zuletzt mit Kinderohren gehörte Musik der Band "Clannad" einsetzt und eine nahende Actionszene ankündigt. In den 80ern war eben das Orientieren an der klassischen Tragödie (Welcher Stoff passt das besser, als Robin Hood?) das beste Werkzeug, um Spannung zu erzeugen.

Weiteres Highlight ist eine einstündige Doku mit zahlreichen Interviews der Schauspieler und Macher Serie. Allerdings ist die Doku Ende der 90er Jahre gedreht worden und selbst schon Teil der Nostalgie. Aber sie ist umso wertvoller, als dass ein Richard Carpenter oder ein Robert Addie - er verkörperte die Rolle des "Guy of Gisburne", Handlanger der Sheriffs von Nottingham und direkter Widersacher von Robin Hood - heute nicht mehr von ihren Eindrücken rund um den Dreh dieser Serie erzählen könnten. Die beiden leben leider nicht mehr.

Einige der Akteure von damals sind auch heute noch in Serien oder in Nebenrollen von Hollywood Produktionen zu sehen (Ray Winstone alias Will Scarlet). Andere sind völlig in der Versenkung (Judi Trott alias Lady Marion) verschwunden und man hat schon seit mehr als zwanzig Jahren nichts mehr von ihnen gehört. Wieder andere spielen erfolgreich Theater (Michael Praed alias Robin von Loxley)

Wer sich ein Stück grandioser 80er Jahre TV Geschichte zurückholen möchte, findet in dieser Serie genau das Richtige.
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0 ON Tour mit TORI AMOS - Die Konzerte in Frankfurt und in Brüssel



Mit dem neuen Studioalbum "Unrepentant Geraldines" im Gepäck und treuen Fans, die sie seit mehr als zwanzig Jahren verehren und begleiten, ist die Ausnahmekünstlerin Tori Amos derzeit auf Tournee in Deutschland und in Europa. Kultur-Magazin Redakteur Marek Kubiniok - selbst ein großer Tori Amos Fan - hat zwei Konzerte der Sängerin besucht. Seine Begeisterung nach den Konzerten ist ansteckend - aber lesen Sie selbst ...

Von Marek Kubiniok.

Marek Kubiniok - On Tour mit Tori Amos.
„Unrepentant Geraldines“

Tori Amos, eine der versiertesten und angesehensten Musikerin sowie Songwriterin der letzten 20 Jahre, ist dieses Jahr wieder auf Tour und hat dabei ihr brandneues Album „Unrepentant Geraldines“ präsentiert. Es ist mittlerweile das 14. Studio Album von Tori Amos und für einige Musikkenner „die Rückkehr zu Songs von ursprünglicher Schönheit“. Nach einer Reihe von klassisch inspirierten Musikprojekten in den letzten Jahren und ihrem ebenfalls sehr erfolgreichen Musical-Projekt „The Light Princess“ - das mit zahlreichen Awards ausgezeichnet wurde - hat Tori nun wieder ein Album herausgebracht, das an ihre Anfangszeiten anknüpft. Tori selber sagt zu ihrem neuen Album: »Ich habe diese Abzweigungen gebraucht, um wieder zu mir selbst zu finden« 

Die erste Singleauskopplung aus dem Album ist der Song „Trouble’s Lament“ und erhielt in der Musikszene nur positive Kritiken. „Unrepentant Geraldines“ wurde von der WiMP - Musikredaktion zum Album des Monat Mai gewählt und auch im Rest des World Wide Web liest man fast immer das gleiche über das aktuelle Album von Tori Amos „Tori Amos veröffentlicht mit »Unrepentant Geraldines ein nicht mehr erwartetes Meisterwerk - Die Luft der Lebensmitte“ heißt es bei den Kollegen von Stimme.de. „Großes Klang-Kino trotz kleinster Mittel“ sagt die Redaktion von Laut.de zu dem neuesten Werk von Tori Amos.
Für mich ist „Unrepentant Geraldines“ nicht nur das Album des Monats, sondern das Album des Jahres, denn Songs wie z. B. Wedding Day, Weather Man, 16 Shades of Blue  und vor vollem der Song „Promise, den Tori mit ihrer Tochter „Tash“ (Natashya Lórien Hawley) zusammen singt, machen dieses Album zu einem wahren Ohrenschmaus.

Die Setlist des Konzerts in Brüssel (c) Instagram
On Tour with Tori Amos

In einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung antwortet Tori Amos auf die Frage mit wem oder welcher musikalischen Begleitung Sie dieses Jahr auf Tour unterwegs sein werde. „Nur ich komme. Und mein Klavier“ - diese Aussage hat die Vorfreude auf die bevorstehenden Konzerte natürlich noch mehr wachsen lassen.

Mein erstes Tori Amos Konzert auf der „Unrepentant Geraldines Tour 2014“ war in Frankfurt in der Jahrhunderthalle. Die Jahrhunderthalle war restlos ausverkauft und man hat schon im Foyer gespürt, das Zuschauer doch sehr gespannt auf diese Tour waren. 

Bei einem Kaffee an einem Stehtisch kam ich mit einem älteren Mann ins Gespräch und er verriet mir, dass er hier mit seiner Enkelin ist und beide schon seit Wochen diesem Konzert entgegen fiebern. Die Enkelin sagte dann ganz stolz, als sie ihrem „Opa“ in den Arm nahm: „Ich habe mal eine CD von Tori bei meinem Opa im Regal gefunden und seit je her kaufe ich mir jedes Album von ihr und heute gehen wir beide zum ersten Mal gemeinsam auf ein Konzert“.  

Allein mit ihrem Klavier - Tori Amos auf der Bühne
Punkt 20 Uhr ging das Licht aus im großen Konzertsaal und das Duett „Trevor Moss & Hannah-Lou“ stimmten die 2500 Zuschauer auf Tori ein. Passend zur diesjährigen Tour von Tori spielten beide nur auf klassischen Konzertgitarren sieben typisch englische Folk-Songs.

Dann war es so weit. Um 21 Uhr kam Tori auf die Bühne und begann ihren Song „Parasol“, während die Zuschauer noch lautstark applaudierten. Doch dies ändert sich abrupt nach den ersten gespielten Noten und die Zuschauer erstarrten förmlich und waren komplett auf Tori und ihrer Musik fixiert.

Diese Einfachheit - Tori allein mit ihrem Klavier auf der Bühne war und auch die Schlichtheit der Bühnenbeleuchtung (ein paar Spotlights und indirekte Beleuchtung) - gab dem Konzert einen ganz privaten Charme. Man hat das Gefühl gehabt, dass Tori in diesem Moment nur für jeden einzelnen singt und es hätte auch gut und gerne bei jedem einzelnen zu Hause im Wohnzimmer sein können. Tori hat es wirklich geschafft, das Publikum mitzunehmen, auf ihre ganz persönliche Reise.

Es war schlichtweg atemberaubend, wie Tori ihre Songs auf diese Art und Weise peformed hat. Dabei war es wirklich egal, ob es eine von ihren zahlreichen ruhigeren Balladen, oder ein „rockigeres“ Stück war, das Publikum war fest in ihrem Bann.

Das neue Album "Unrepentend Geraldines" 
Als jedoch die ersten Klänge ihres Hits „Cornflake Girl“ aus ihrem Klavier ertönten, gab es kein Halten mehr und die Fans stürmten nach vorne an die Bühne. Ab da an wurde aus diesem sehr ruhigen Konzert eine wahre Tori Amos Party und Tori hat es förmlich genossen. Zum guten Schluss gab es noch ihre Songs „Precious Things“, „Hey Jupiter“ und „Personal Jesus“ (im Original von Depeche Mode).

Gespannt bin ich dann knapp zwei Wochen später nach Brüssel gefahren, um mir ein weiteres Konzert von TA anzuschauen. Wie auch schon in Frankfurt hat Tori mit ihrem Song „Parasol“ das Konzert begonnen und die Atmosphäre war identisch. Im „Cirque Royal“ hat Tori jedoch dann eine komplett andere Setliste präsentiert, als in Frankfurt. In Brüssel hat sich Tori den ruhigeren Stücken gewidmet, oder Songs so abgewandelt, dass sie zu ruhigen Stücken wurden. Es war erneut beeindruckend, wie Sie mich und die anderen Zuschauer mit dieser „Einfachheit“ ihrer Performance bildlich gefesselt hat.

Wie auch schon in Frankfurt stürmten die Fans wieder nach vorne an die Bühne, als die ersten Töne von „Conrflake Girl“ zu hören waren. Auch hier wurde dann die Tori Amos Party gefeiert. Tori spielte dieses Mal jedoch zum Schluss „Wedding Day“, „Take me with you“ und „Tear in your hand“.

Tori Amos hat wieder mal gezeigt und bewiesen, dass Sie zurecht zu den besten Live - Künstlern und Songwritern dieser Zeit gehört und das Sie jedes Mal aufs Neue ihre Fans verzaubern und begeistern kann. Die „Urepentant Geraldines Tour 2014“ hat mich vor allem so sehr beeindruckt, weil Tori Amos bei jedem Konzert eine komplett andere Setliste präsentiert und jedes Konzert somit zu einem einmaligen Erlebnis gemacht hat. 


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0 "Person Of Interest" - Kollateralschäden als Leitmotiv



Vielleicht sollte ich allmählich eine eigene Rubrik dafür einrichten: Wieder gibt es im Kultur-Magazin eine Rezension zu einer amerikanischen Fernsehserie. Und wieder fällt die Kritik mehr als wohlwollend aus. Kein Wunder. Denn »Person Of Interest« hat ein Jahr vor den Enthüllungen eines Edward Snowden die gesamte Problematik der Total-Überwachung bereits vorweggenommen. Mehr noch: der Kollateralschaden ist hier der Normalfall und das Leitmotiv.

Von Peter Killert.

Harold Finch ist ein Nerd. Warum er humpelt, erfährt der Zuschauer nicht. Nicht in der ersten Staffel von »Person Of Interest«. Man weiß lediglich, dass alles mit der »Maschine« zusammenhängt, die Harold Finch und sein Partner kurz nach den Terror-Anschlägen von New York gebaut haben. Diese »Maschine« ist nichts anderes als eine Software in einem riesigen Server-Cluster, die alles und jeden in Manhattan abhört, lokalisiert, ausspioniert. Die Maschine wurde konstruiert, um Terroranschläge zu verhindern. Als eigentlich unerwünschten Nebeneffekt, zeigt die Maschine auch die kleineren Verbrechen. Dazu gibt die Maschine Sozialversicherungsnummern von Personen aus. Die zugehörigen Menschen zu diesen Nummern sind entweder Täter oder Opfer. In manchen Fällen sogar beides.

Eigentlich ist die Maschine so konstruiert, dass diese Nummern auf einer »Irrelevanzliste« gelöscht werden sollten. Aber irgendetwas - und das ist das Leitmotiv der übergeordneten Rahmenhandlung der Serie - hat Finch dazu gebracht, diese »irrelevanten« Verbrechen, bei denen einzelne Leben zu retten sind, nicht mehr länger zu ignorieren. Aber ein Nerd, mit körperlichen Einschränkungen, kann sicher nicht den Verbrechern Einhalt gebieten.

Also braucht Finch einen Partner, den er in dem ehemaligen CIA Agenten John Reese, findet. Auch John Reese hat eine mehr als verstörende Vergangenheit, die immer wieder als Teil der Rahmenhandlung thematisiert wird.

Die Geschichten sind jeweils in den einzelnen Episoden abgeschlossen. Standardsatz von Finch. »Mr. Reese - wir haben eine neue Nummer.« - So beginnen die einzelnen Episoden. Und dann beginnen die ersten Recherchen zur »Person Of Interest«  - die Handys werden verlinkt, die persönlichen Dateien kopiert. Selbstverständlich schafft es Finch, der mit Reese ständig über einen Knopf im Ohr verbunden ist, den ständigen Aufenthaltsort zu ermitteln. Auch Bankkonten und Bewegungsprofile sind kein Problem.

Ein wenig widerwillig werden die beiden von Detective Carter und Detective Fusco aus dem New Yorker Morddezernat unterstützt. Widerwillig, weil Reese als Verbrecher gilt, von der CIA und dem FBI gejagt wird und eine undurchsichtige Vergangenheit zu haben scheint. Doch die beiden Detectives fügen sich - einerseits, weil sie Reese und Finch mehr vertrauen, als den hiesigen Behörden. Andererseits, weil sich Detective Fusco in einer Art »Menschwerdungsprozess« befindet. Er möchte vom bösen, korrupten Bullen, zum guten Gesetzeshüter mutieren. 

Das Böse wird nicht nur durch die staatlichen Behörden dargestellt. Diese tun alles, um die Existenz der Maschine geheim zu halten. Da gibt es auch noch den mysteriösen »Elias« der die großen Mafia-Clans der Stadt aufmischt und das organisierte Verbrechen unter seine Kontrolle bringen möchte.

Reese und Finch kämpfen also an mehreren Fronten gleichzeitig. Das verspricht nicht nur enorm viel Spannung - die Ausgewogenheit von einzelnen, spannenden Folgen und der immer besser werdenden Rahmenhandlung, ist vorbildlich.


Verantwortlich für »Person Of Interest« sind der allseits präsente J.J. Abrams (»StarTrek«, »Lost«, »Fringe«,«StarWars«) und der Autor und Erfinder der Serie, Jonathan Nolan, Bruder des Filmemachers Christopher Nolan (»Batman Trilogie«). In den USA wird derzeit eine weitere Staffel produziert. »Person Of Interest« entwickelt sich zu einem Dauerbrenner. Und das völlig zu Recht.

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